DIE MUSIK DER SIKURIS

Die Musikgattung Sikuri überlebt durch die Anwendung seiner traditionellen Muster, die so alt wie aktuell sind; sie sind lebendiges Erbe - beständig gegenüber dem Wandel der Zeiten.

Der Botschaft des Sikuris finden wir zwischen den Symbolismen von seiner musikalischen Form. Für den Sikuri sind die Mischung von 2/4 und 4/4 Takte typisch. Es gibt auch Stile mit gleichförmigem 3/4 Takt.

In der typischen Struktur des Sikuri gibt es durchgängige Elemente, die sich folgendermaßen beschreiben lassen:

  

A wäre eine Fragestellung bsw. ein Thema, B die Reflektion und C die Antwort. Die Einleitung ist kurz und feierlich / ernst, bisweilen gefolgt von einem kurzen, feurigen Einschub vor der einstimmigen Truppe(Gruppe) vor dem klanglichen Hintergrund der gesamten Truppe. Am Ende jedes Teils wird ein Kehrreim gespielt, als repique bekannt, der Dynamik in das Thema bringt und dem musikalischen Thema Einheit verleiht. Die Folge A-B-C wird mehrmals wiederholt, wobei im allgemeinen das letzte Mal schneller gespielt wird.

Die verschiedenen Stimmen der Truppe treten als parallele Melodien auf, aus denen vereint mit dem angeborenen Hang zur Syncopie (Rhythmus-Verschiebung) die besondere Atmosphäre und Harmonie des Sikuri entsteht. Die Siku-Trommler vereinigen sich mit Pauken oder Huancaras (traditionellen Rundtrommeln), was zusätzlich zur Kraft und Wärme der Musik zu einer natürlichen und charakteristischen Bewegung führt, die zum Tanz wird - im Grunde ist die gesamte Musiktruppe daher gleichzeitig auch eine Tanzgruppe.

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